Gabriel PATSCHEIDT geb. 1637
(Gamswappen - Gen. V)
- Geboren: 7.2.1637 in Graun
- Gestorben: unbekannt
Eltern:
- Vater: Paul PATSCHEIDER geb. ca. 1595
- Mutter: Walburga WAGGIN
Heirat:
- 1659 in Graun mit Maria STECHERIN gest. 8.5.1714
Maria STECHERIN
(verh. PATSCHEIDER)
- Geboren: unbekannt
- Gestorben: 8.5.1714
Eltern von Maria:
- unbekannt
Heirat:
- 1689 mit Gabriel PATSCHEIDT geb. 7.2.1637 in Graun
Gemeinsame Kinder:
- Michael PATSCHEIDER geb. 1657 in Graun
- Paul PATSCHEIDER geb. 1659 in Graun
- Walpurga PATSCHEIDER geb. 1671 in Graun
- Christian PATSCHEIDER geb. 1673
- Barbara PATSCHEIDER geb. 1676 in Graun
- Gabriel PATSCHEIDER geb. 1678 in Graun
- Zäzilia PATSCHEIDER
(Anm. d. Verf.: meine 7-fach Urgroßeltern immer väterlicherseits)
Diesem Gabriel und allen seinen Brüdern wurde am 3. Aug. 1693 das Gamswappen verliehen.
Quellen (kursiv sind Original-Inhalte):
- Handschrift 3992 Landesarchiv Innsbruck lt. Wopfner: Seite 2, Gen. V (3. Eintrag von links) führt auf:
Gabriel Patscheider zur Zerkäser
Gerichtsgeschworner 18/3 1697 (54)
Maria Stecherin 13/4 1659 (221), 18/2 1755 (129/1) + 8/5 1714 (74/1) - Taufbucheintrag GRAUN VINSCHGAU, Taufbuch 1637, Blatt 58_01_071:
Gabriel geb. 7.2.1637 in Graun
Eltern: Paulus Batscheid Walburga Facschig - Dr. Richard Patscheider: „Vom Oberrhein zum Etschquellraum“, Seite 164:
Wappenbrief (Gamswappen) 3. VIII. 1693 geben i.d. Kayserlich Erzfürstlichen Statt Botzen (genau so steht es wortwörtlich auf Seite 164)
Kommentar:
Die Daten sind glaubhaft und wiederholen sich. Das Geburtsdatum stammt ganz klar aus dem Taufbuch von Graun. Das Sterbedatum von Maria Stecherin läßt sich durch das vorgestellte Plus-Zeichen in der Arbeit von Wopfner identifizieren.
Im Taufbuch ist mir eine seltsame Sache aufgefallen: es steht zwar auf der linken Seite deutlich 1637 in der Überschrift und die Seite endet mit dem 30. Jänner, die rechte Seite geht auch mit dem 1. Februar weiter, aber in der Überschrift ist gerade noch „38“ erkennbar. Ob das jetzt die Endziffern der Jahreszahl oder was anderes ist, ist nicht feststellbar. Irgendwie macht das ganze Taufbuch den Eindruck, als seien die Seiten durcheinandergekommen und neu zusammengestellt worden, und da hat es halt zufällig von den Monaten gepasst, aber um ein Jahr verschoben! Das würde das Geburtsdatum von Gabriel relativieren. Es könnte aber auch eine hintere, verschobene Seite sein, die mitgescannt wurde.
Schwierig wird es bei den Eltern, Paul ist klar, aber Walburga „Facschig“ ist sehr seltsam, da ja Paul nur zweimal verheiratet war. Einmal mit Christina Aberartin und in zweiter Ehe mit Walburga Waggin, so laut Wopfner. Die Endung „-ig“ bei Facschig ist wahrscheinlich leicht erklärt, in diesen Seiten enden viele weibliche Formen auf „-ig“, möglicherweise nur eine schlampige Schreibweise des Pfarrers. Das wird wohl mit Sicherheit ein „-in“ sein, also „Facschin“. Dagegen ist aber in der Handschrift von Wopfner eine „Wallburg Waggin“ als Mutter angeführt. Wie kann man diese „Walburga Facschin“ aus dem Taufbuch jetzt mit Waggin in Einklang bringen? Ein Experte für alte Schriften hat mir nach Begutachtung des Textes folgendes erklärt: „Auf der anderen Seite des Taufbuchs findet man 2 x Märcschin. Offenbar fügt der Schreiber gern ein „c“ vor einem sch ein. Es gibt dort den Nachnamen Mark. Es schaut so aus, als ob er also ein „k“ zu „csch“ umwandelt, vielleicht um die Endung „in“ aussprechbar zu machen, also Mark wird Märcschin, und vielleicht Fack oder Fak zu Facschin? Es könnte dann sogar Wag, Wagg oder Waggin gemeint sein!“
Aus diesem Grund bin ich bei dem Namen WAGGIN geblieben.


