Antonia ROSNER und Tochter Wilhelmine

Antonia ROSNER
             (Verh. JAROSCH)

geboren 19.11.1869 in Braunsdorf (CSR)

Vater: ROSNER Josef 1842-1911
Mutter: STARWARZ Theresie 1846-1922

Heirat 10.6.1902 in Braunsdorf (CSR) mit Wilhelm JAROSCH geb. 5.3.1862 in Braunsdorf 

Kinder:
Wilhelmine JAROSCH geb. 25.3.1909 in Troppau
Willi JAROSCH geb. 1907 (als Kind gestorben)

gest. 29.10.1948 in Zell/Ziller (Austria)

(Anm.d.Verf.: mein Ur-Großmutter: meinem Vater seine Mutter ihre Mutter)


Bildergalerie:

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Doppelhochzeit am 10.6.1902 in Braunsdorf

 

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Willi geb. 1907 starb im Alter von 10 Monaten an Keuchhusten.

 

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Foto von 1912 anlässlich des 50. Geburtstags von Wilhelm Jarosch.
V.l.n.r.: Mutter Antonia, Wilma und Vater Wilhelm

 

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Das Jaroschgasthaus anlässlich der Eröffnung.
Antonia die 5. von links, und Wilhelm der 6. von links

Auszug aus der Chronik der Patscheider: (1988 von Wilhelmine Jarosch-Patscheider-Kniely selbst geschrieben)

Doppelhochzeit am 10.6.1902 in Braunsdorf

Antonia Elisabeth Rosner, verwitwete Schneider heiratet Wilhelm Jarosch, Theresia Rosner heiratet Albert krause, Bäckergeselle in der Bäckerei Rosner. Die Mitgift der Bräute ermöglichte für Theresia den kauf des später noch öfter erwähnten Krause-Hofes, für Antonia Elisabeth den Mitkauf des bis dahin von ihrem Schwiegervater gepachteten Gasthof „zur Piltscher Brücke" in Troppau.

In der Hochzeitsgesellschaft (erstes Bild links) erkennen wir heute noch folgende Verwandte:

Von Li.n.re. Kinderreihe: Alfred Proksch, Milli Rosner, Josef Krause, Fini, Hans Rosner.

1. Sitzreihe: Tante Mali (geb. Rosner), ihre Schwester Clara dahinter stehend, Brautvater und Bruder Anton Rosner, Brautpaar Jarosch, Brautpaar Krause, Brautmutter Theresia Rosner, Vater Krause.

Dame mit Hut hinter Wilhelm Jarosch seine Schwester Antonie Proksch, hinter der Braut Theresia Frau Böhnel, geb. Rosner, Mutter von Max Böhnel Wien und der beiden gleichgekleideten Mädchen rechts von ihr; dazwischen Frau Rosalia Rosner aus Aubeln, Mutter von Fritz, Max, Hans und Milli Rosner; ihr Mann Josef in der letzten Reihe hinter der Böhnel Tochter links.

Nachdem Wilhelm und Antonia Jarosch das Gasthaus „zur Piltscherbrücke" in Troppau teils mit eigenen Mitteln des Wilhelm, aber auch mit der Mitgift der Braut käuflich erwerben konnte, setzte sich der bis dahin als Pächter tätige Anton Jarosch zur Ruhe.

Das Ehepaar Jarosch musste gemeinsam hart arbeiten, aber mit Fleiß und kaufmännischem Geschick gelang es, das Gasthaus zu einem beliebten Treffpunkt zu machen; teils um dort gut bürgerlich zu speisen, teils um Geselligkeit zu pflegen, sei es bei großen Schlachtfesten oder gemütlichen Treffen der dort heimischen Vereinigungen.

Im Hofe des eigenen Objektes gab es Stallungen und Remisen, hier hatte der Fiaker Pfluger seiner Pferde und Kutschen untergebracht. Auf nebenstehendem Bild kann man sich die damalige Situation gut vorstellen, im Hintergrund das Ehepaar Jarosch mit ihrem erstgeborenen Sohn Willi. Trotz aller Erfolge bleiben aber doch auch arge Schicksalsschläge nicht aus, denn die Freude über den 1907 geborenen Willi währte nicht lange, im Alter von 10 Monaten starb er an dem damals so gefährlichem Keuchhusten.

1914 begann der 1. Weltkrieg, meine Eltern verpachteten ihr Gasthaus und zogen nach Braunsdorf, mein Vater hatte sich bereit erklärt den Krause-Hof zu verwalten, da Onkel Albert sofort in die österreichische Armee eingezogen wurde. Mein Vater hat sich dieser Aufgabe mit dem ihm eigenen Elan gestellt, hatte mit Umsicht die diversen Gruppen russischer Kriegsgefangener zur Arbeit auf das Feld begleitet, diese und die Landbevölkerung zollten ihm, den Städter ehrlichen Respekt, so wurde ihm u.a. auch die Ehrenmitgliedschaft der freiwilligen Feuerwehr von Braunsdorf verliehen. In Braunsdorf kam ich 1915 in die dortige Volksschule und trotz Krieg und Einschränkung habe ich diese Jahre sehr genossen, ich hatte immer Spielgefährten und das Leben auf dem Lande kam meinem Naturell sehr entgegen.

1916 kehrten wir nach Troppau zurück, mein Vater musste sein Gasthaus wieder selber führen, da auch sein Pächter einrücken musste. Es war eine schwierige Zeit, es gab kaum Lebensmittel, hatte man mühevoll irgendwo ein Faß Bier organisiert, das wir, mein Vater und ich mit dem Leiterwagen durch die Stadt heimbringen mussten, die üblichen Transportmittel von Roß und Wagen waren im Kriegseinsatz, da wurde das Geschäft regelrecht gestürmt – für ein Krügel Bier!

Ende Chronikauszug 

Auszug aus der Chronik der Patscheider: (1988 von Mag. Giselheid Patscheider-Riedmann geschrieben)

Die Eltern Jarosch vermissten ihre einzige Tochter sehr, nachdem sie sich zur Ruhe gesetzt hatten, kauften sie ein kleines Haus im nahe gelegenen Grulich, einem Städtchen knapp an der Grenze zum Glazer Kessel, im deutschen Schlesien gelegen.

Ende Chronikauszug 

 

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